Dark Endless

Erscheinungsjahr:

1992

Label:

Osmose Productions

Tracklist:

1. Still Fucking Dead (Here’s No Peace)
2. The Sun Turns Black as Night
3. Within the Abyss
4. The Funeral Seemed to be Endless
5. Departure from the Mortals
6. The Black…
7. Dark Endless
8. Holy Inquisition

Rezension:

Auf ihrem Debütalbum präsentiert die Band noch einen Sound, der vor allem vom Death Metal geprägt ist. Zwar klingt er bereits roh und kompromisslos, doch der Black Metal, wie er sich in den folgenden 1990er-Jahren entfalten sollte, steckt 1992 noch in den Kinderschuhen. Auf diesem Album ist er nur in Ansätzen zu hören. Die ungestüme Raserei, die später zu einem Markenzeichen der Band werden sollte, zeigt sich hier nur in einzelnen Songs oder Passagen. Stattdessen wird sie immer wieder von Breaks und mid-tempo Riffs unterbrochen. Dadurch wirkt das Album insgesamt überraschend abwechslungsreich – fast so, als suche die Band noch nach ihrem ganz eigenen Klang.

Doch gerade das ist kein Makel, sondern vielmehr eine Stärke: Der Hörer erhält einen faszinierenden Einblick in die vielfältigen musikalischen Einflüsse der Band und kann mitverfolgen, wie sie sich ausprobiert und mit verschiedenen Stilen experimentiert. Viele Songs bleiben im Mid-Tempo-Bereich, was dem Sound eine besondere Schwere verleiht – eine Qualität, die durchaus an den typischen Black Metal erinnert. Dazu passen die zurückhaltend eingesetzten Synthie-Arrangements, die den Tracks zusätzliche Tiefe verleihen. Eine besondere Atmosphäre liefert der Titelsong „Dark Endless“, der mit einem schleppenden Akustik-Intro beginnt und sich erst allmählich steigert.

Auch das Original-Artwork bricht bewusst mit Black-Metal-Klischees: Es wirkt eher wie ein Cover zu einem Science-Fiction-Film der 1980er-Jahre. Doch gerade das verleiht dem Album eine einzigartige Note und macht es umso faszinierender.

„Dark Endless“ ist somit ein aufregendes Debüt einer jungen Band, die hier noch ungeschliffen und voller Tatendrang ihre ersten Spuren hinterlässt – und dabei zu den Pionieren gehört, die das Genre Black Metal maßgeblich mitgeprägt haben.

Anspieltipps:

  • Still Fucking Dead (Here’s no peace)
  • Dark Endless

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